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GLOSSARY

gossar

cis - 

Cis bzw. cisgeschlechtlich ist eine Bezeichnung für Menschen, deren soziale Geschlechtsidentität mit dem biologischen Geschlecht übereinstimmt, das ihnen bei ihrer Geburt anhand der Genitalien zugeschrieben wurde. Das heißt z. B.: Cis Männer sind Männer, denen bei der Geburt das männliche Geschlecht zugewiesen wurde und die sich damit sozial und kulturell identifizieren.

(text: bpb.de Bundeszentrale für politische Bildung)

 

ableismus

Der Begriff Ableismus ist das Fachwort für die ungerechtfertigte Ungleichbehandlung ("Diskriminierung") wegen einer körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung oder aufgrund von Lernschwierigkeiten. Es ist also "Ableismus", wenn ein Mensch wegen einer bestimmten, oft äußerlich wahrnehmbaren Eigenschaft oder einer Fähigkeit – seinem "Behindertsein" – bewertet wird. "Ableismus" ist eine direkte Übersetzung des englischen "ableism" und setzt sich zusammen aus "to be able" (= dt. fähig sein) und der Endung –ism (= dt.: ismus). 

(text: teilhabeberatung.de/woerterbuch)

 

bias

Der englische Begriff »bias« kann übersetzt werden als »Voreingenommenheit« oder »Verzerrung«. Die Folgen von Bias können Ungleichbehandlungen sein. In Folge eines Gender Bias, also einer geschlechtsbezogenen Voreingenommenheit, kann es zum Beispiel zur Ungleichbehandlung von Frauen in einem Einstellungsverfahren kommen. Ein Bewusstsein für Bias ist der erste Schritt zum Abbau von Ungleichbehandlungen.

(text: universität leipzig / glossar für diskriminierungssensible sprache)

 

bianär
binarität

Binär bedeutet so viel wie »zwei Einheiten verwendend«. Bezogen auf Geschlecht sind die zwei verwendeten Einheiten männlich und weiblich. Ein binäres Geschlechtersystem ordnet die Welt in männlich und weiblich und lässt keinen Raum für intergeschlechtliche oder nicht- binäre Menschen.

(text: universität leipzig / glossar für diskriminierungssensible sprache)

 

diskriminier-
ung

Als Diskriminierung wird eine Ungleichbehandlung bezeichnet, die sich auf ein tatsächliches oder zugeschriebenes Merkmal bezieht. Dies können unterschiedliche Merkmale sein. Beispielsweise werden vom Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) die sogenannten Big Six erfasst: Alter, Behinderung und chronische Krankheiten, Herkunft und Rassismus, Geschlecht, Religion und Weltanschauung sowie sexuelle Identität. Diskriminierung kann auf individueller oder struktureller Ebene stattfinden und geht von einer machtvollen, privilegierten Position aus. Diskriminierung erfolgt nicht notwendigerweise intentional.(text: universität leipzig / glossar für diskriminierungssensible sprache)

 

empowerment

Empowerment kommt aus dem Englischen und bedeutet Ermächtigung. Damit ist gemeint, dass Personen oder Gruppen, die gesellschaftlich benachteiligt sind, durch gezielte Strategien und Qualifikationsangebote das Handwerkszeug erwerben, ihr Leben selbstbestimmter gestalten zu können.

 

Dabei wird der Fokus darauf gelegt, die eigenen Stärken zu erkennen, daraus (neue) Handlungsmöglichkeiten abzuleiten und Zugänge zu Bereichen zu erlangen, die sonst aufgrund von Diskriminierung schwer zugänglich sind.

(text: diversity arts culture / wörterbuch)

 

feminismus

Der Feminismus ist ein vielfältiges Spektrum aktivistischer Strömungen, die alle das gemeinsame Ziel verfolgen, den traditionellen Sexismus zu bekämpfen (d.h. die Annahme, dass Weiblichkeit minderwertig oder weniger legitim als Männlichkeit ist oder weniger legitim als Männlichkeit). Einige Strömungen des Feminismus konzentrieren sich ausschließlich auf den traditionellen Sexismus und sehen sich selbst als "Frauenbefreiungs-" oder "Frauenrechtsbewegung". Andere Strömungen des Feminismus konzentrieren sich auf die Bekämpfung mehrerer (oder aller) Formen des Sexismus und befassen sich daher sowohl mit Frauen als auch mit geschlechtlichen und sexuellen Minderheiten. Wieder andere Strömungen erkennen die Intersektionalität an und argumentieren, dass der Feminismus alle Formen der Marginalisierung und nicht nur den Sexismus zu bekämpfen sollte.

(text: claming*spaces / queer feminist glossary)

 

gender

+

sex

Der englische Begriff Gender drückt das soziale Geschlecht aus, einschließlich der Geschlechtsrollen und Erwartungen an diese (wie sich ein "typischer" Mann bzw. eine "typische" Frau zu verhalten haben).

Dabei gibt es aber auch Menschen, die sich weder als Frau noch als Mann fühlen (non-binär) oder Menschen, bei welchen ihre Geschlechtsidentität fluide wechselt. (text: bpb.de Bundeszentrale für politische Bildung)

gender*
sternchen

Der Asterisk, bzw. das Sternchen steht als Platzhalter, es wird ein Zwischenraum in der Sprache gebildet, damit die Existenz von Zwischengeschlechtern sichtbar wird und ins Bewusstsein rückt. Zuvor wurde meistens der "Gender_Gap", wie z.B. Professor_innen verwendet, doch heute wird das Sternchen verwendet, wie z.B. Professor*innen. In der Computertechnik ist es ein Platzhalter und steht für eine beliebige Anzahl an Zeichen, um so einer unbestimmten Zahl an Selbstdefinitionen und geschlechtlichen Identitäten Raum zu geben.

(text: bpb.de Bundeszentrale für politische Bildung)

geschlechter-
gerechte
sprache

Vorherrschend ist in Deutschland nach wie vor die sprachliche Verwendung des sogenannten generischen Maskulinums, also der männlichen Form. Damit erfährt jedoch die Mehrheit der Menschen keine explizite sprachliche Erwähnung. Zur Benennung von Frauen wurden schriftliche Variationen, wie das Binnen-I, eingeführt. Mit dem Unterstrich (auch Gender-Gap genannt), dem Asterisk (auch Gender-Sternchen genannt) oder dem Doppelpunkt werden auch nicht-binäre Personen berücksichtigt. Die vorgenannten Varianten sind nicht immer anwendbar und bislang existieren nicht für alle Begriffe geschlechtergerechte Synonyme. Im Fall von Bürokauffrau bzw. Bürokaufmann hat sich beispielsweise noch keine praktikable Lösung etabliert. Eine neutrale Anrede kann in solchen Fällen gegebenenfalls durch die Verwendung von Synonymen, den Bezug zur Tätigkeit oder die Ergänzung m/w/d hergestellt werden. In Büchern und Texten wird auch häufig der Doppelpunkt benutzt, weil Sprachausgabeprogramme an seiner Stelle eine kurze Pause machen.

(text: universität leipzig / glossar für diskriminierungssensible sprache)

geschlechts-
identität

Unter Geschlechtsidentität versteht man das tief empfundene innere und persönliche Gefühl der Zugehörigkeit zu einem Geschlecht. Dieses kann mit dem Geschlecht, das einem Menschen bei seiner Geburt zugewiesen wurde übereinstimmen – muss es aber nicht. Es muss außerdem nicht zeitlich stringent erfahren werden. Geschlechtsidentität manifestiert sich u.a. in der Wahrnehmung des eigenen Körpers und seiner Repräsentanz nach außen.

(text: bpb.de Bundeszentrale für politische Bildung)

hetero-
normativität

Heteronormativität beschreibt eine Weltanschauung und ein gesellschaftliches Wertesystem, das nur zwei Geschlechter (männlich und weiblich) und heterosexuelle Beziehungen (ein Mann und eine Frau) zwischen diesen Geschlechtern anerkennt und als normal ansieht.

 

In einer heteronormativen Gesellschaft werden an alle Menschen soziale Erwartungen gerichtet, wie sie als Männer und Frauen miteinander leben sollen. Menschen werden entweder als Mann oder Frau geboren (und dementsprechend erzogen) und gehen nur mit dem jeweils anderen Geschlecht sexuelle Beziehungen ein. Menschen, die nicht in diese zweigeschlechtliche Ordnung passen, weil sie sich beispielsweise als nicht-binär (non-binary oder enby) trans* oder inter* identifizieren oder keine heterosexuellen Beziehungen haben, werden als „anders“ und „nicht normal“ wahrgenommen und beschrieben (othering).

n dem Begriff enthalten ist auch eine Kritik an der Privilegierung von Heterosexualität als unhinterfragter Norm.

(text: bpb.de Bundeszentrale für politische Bildung + diversity arts culture / wörterbuch)

intersekt-

ionalität

Intersektionalität beschreibt das Überschneiden und Zusammenwirken von verschiedenen Diskriminierungsformen. Menschen vereinen verschiedene Eigenschaften und Identitäten in sich. Intersektionalität berücksichtigt, dass Menschen oft wegen mehreren Eigenschaften/ Identitäten benachteiligt werden.

In Deutschland wurde der Begriff Intersektionalität unter anderem von Schwarzen Frauen, Frauen of Color, lesbischen Frauen, jüdischen und muslimischen Frauen und Frauen mit Behinderungen verwendet, um Kritik an der Frauenbewegung zu üben, die ihre Lebensrealitäten nicht genug berücksichtigte. (text: diversity arts culture / wörterbuch)

klassismus

Der Begriff Klassismus ist ein noch nicht sehr weitverbreiteter Begriff, der „classism" aus dem US-amerikanischen Kontext ins Deutsche transportiert.

Klassismus bezeichnet die Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft und/oder der sozialen und ökonomischen Position. Es geht bei Klassismus also nicht nur um die Frage, wie viel Geld jemand zur Verfügung hat, sondern auch welchen Status er hat und in welchen finanziellen und sozialen Verhältnissen er aufgewachsen ist. Klassismus richtet sich mehrheitlich gegen Personen einer „niedrigeren Klasse“. Es werden insbesondere wohnungs- und erwerbslose Menschen, Menschen aus der Arbeiter*innen- und Armutsklasse ausgegrenzt. (text: diversity arts culture / wörterbuch)

marginal-

isierung

Marginalisierung bezeichnet die Verdrängung von Individuen oder Bevölkerungsgruppen an den Rand der Gesellschaft. Die Verdrängung kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen, also zum Beispiel geografisch, wirtschaftlich, sozial oder kulturell sein; meist spielt sie sich auf mehreren Ebenen gleichzeitig ab. Marginalisierung findet in einem Machtgefüge statt und geht mit Diskriminierung einher. (text: diversity arts culture / wörterbuch)

nicht - binär

Nicht-binäre (Englisch "non-binary") Menschen haben eine Geschlechtsidentität, die weder-noch, also weder ganz/immer weiblich, noch ganz/immer männlich ist. Viele Nichtbinäre verstehen sich als trans* Menschen, manche aber auch nicht. Manche nicht-binäre Personen können den Wunsch nach Körperveränderungen hin zu einem nicht-binären, "uneindeutigen", androgynen Geschlechtsausdruck haben, andere nicht.

(text: bpb.de Bundeszentrale für politische Bildung)

othering

Von Othering spricht man, wenn eine Gruppe oder eine Person sich von einer anderen Gruppe abgrenzt, indem sie die nicht-eigene Gruppe als andersartig und fremd beschreibt. Dies geschieht in der Regel innerhalb eines Machtgefälles: die als anders Beschriebenen sind von Diskriminierung betroffen und haben deswegen wenig Möglichkeiten, sich gegen die Zuschreibung zu wehren. (text: diversity arts culture / wörterbuch)

patriachat

eine soziale Struktur, die auf sozialen Beziehungen, maßgebenden Werten, Normen und Verhaltensmustern auf Männern basiert und Frauen ausgrenzt. (text: claming*spaces / queer feminist glossary)

BIPoC

Black,

Indigenous, People of

Colour

BIPoC ist eine politische Selbstbezeichnung rassistisch diskriminierter Personen, für Schwarze, Indigene und nicht-weiße Menschen. Sie beschreibt einen gemeinsamen Erfahrungshorizont, den Menschen teilen, die nicht weiß sind. Dieser entsteht z.B. durch nicht zugestandene Privilegien. Mit diesem Ausdruck wird nicht (primär) Hautfarbe beschrieben. (text: das nettz / glossar)

privilige

Privilegien in aktivistischen Zusammenhängen beziehen sich auf die Vorteile, die jemand allein aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einer dominanten oder Mehrheitsgruppe erfährt. Es ist eine andere als die übliche Herangehensweise, die Nachteile oder Hindernisse zu erörtern, die die entsprechende marginalisierte oder Minderheitengruppe erfährt, und die Absicht ist, den Mitgliedern der dominanten/mehrheitlichen Gruppe die Tatsache bewusst zu machen, dass auch sie von dieser Form der Marginalisierung betroffen sind (wenn auch positiv). (text: claming*spaces / queer feminist glossary)

queer

Der Begriff queer ist ein Sammelbegriff für Personen, deren geschlechtliche Identität (wer sie in Bezug auf Geschlecht sind) und/oder sexuelle Orientierung (wen sie begehren oder wie sie lieben) nicht der zweigeschlechtlichen, cis-geschlechtlichen und/oder heterosexuellen Norm entspricht. (text: bpb.de Bundeszentrale für politische Bildung)

rassismus

racism

Rassismus ist eine Art von Diskriminierung. Durch Rassismus werden Menschen zum Beispiel wegen ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihrer Haare, ihres Namens oder ihrer Sprache diskriminiert, ausgegrenzt und abgewertet.

Rassismus ist die Erfindung, dass es bei Menschen unterschiedliche „Rassen“ gibt. Und Rassismus ist die Erfindung, dass diesen „Rassen“ eine Ordnung oder eine Reihenfolge haben. Rassismus diskriminiert Menschen. (text: bpb.de Bundeszentrale für politische Bildung)

Schwarz

Schwarzsein

"Schwarz" und "Schwarzsein" ist eine Selbstbezeichnung. "Schwarzsein" bedeutet, dass Menschen durch gemeinsame Erfahrungen von Rassismus miteinander verbunden sind und auf eine bestimme Art und Weise von der Gesellschaft wahrgenommen werden. Das großgeschriebene „S“ wird bewusst gesetzt, um eine sozio-politische Positionierung in einer mehrheitlich weiß dominierten Gesellschaftsordnung zu markieren und gilt als Symbol einer emanzipatorischen Widerständigkeitspraxis. 

(text: diversity arts culture / wörterbuch)

selbst-

bezeichnung

Oft gibt es für marginalisierte Gruppen mehrere Namen. Einen (oder mehrere) Namen, den die marginalisierte Gruppe für sich selbst wählt: das ist die Selbstbezeichnung. Und einen (oder mehrere) Namen, den die Mehrheitsgesellschaft benutzt, um über die marginalisierte Gruppe zu sprechen: das ist die Zuschreibung. Die Selbstbezeichnung ist empowernd. Sie vermittelt ein positives Wir-Gefühl. Die Zuschreibung hingegen macht die marginalisierte Gruppe zu Anderen: In diesem Zusammenhang spricht man auch von othering. (text: diversity arts culture / wörterbuch)

sexismus

Der Begriff Sexismus bezeichnet die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. In einer männlich dominierten Gesellschaft zeigt sich Sexismus jedoch vor allem in der Abwertung und Marginalisierung von Frauen, Trans Personen und Weiblichkeit im Allgemeinen. (Cis-)Männlichkeit wird hier als Norm verstanden, an der alles gemessen wird. 

(text: diversity arts culture / wörterbuch)

toxische

maskulinität

Das Konzept der toxischen Maskulinität wird in der Psychologie und in der Mediendiskussion über Männlichkeit verwendet, um bestimmte kulturelle Normen zu bezeichnen, die der Gesellschaft und den Männern selbst Schaden zufügen. Traditionelle Stereotypen von Männern als gesellschaftlich dominant, zusammen mit damit verbundenen Eigenschaften wie Frauenfeindlichkeit und Homophobie, können als "toxisch" bezeichnet werden, da sie zum Teil Gewalt, einschließlich sexueller Übergriffe und häuslicher Gewalt, fördern. In der Sozialisation von Jungen wird Gewalt oft normalisiert, z. B. durch das Sprichwort "boys will be boys" in Bezug auf Mobbing und Aggression.

(text: claming*spaces / queer feminist glossary)

trans*

Trans* ist eine Selbstbezeichnung von und für Menschen, die sich nicht mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Der Stern am Ende des Wortes ist ein Platzhalter. Er weist darauf hin, dass es nicht nur die Geschlechter „männlich” und „weiblich” gibt, sondern ein ganzes Spektrum von Geschlecht, Geschlechtsidentitäten und Körperlichkeiten.

 

Trans* ist im Deutschen ein zunehmend verbreiteter, recht junger Sammelbegriff, um ein breites Spektrum von Identitäten, -Lebensweisen und -Konzepten zu vereinen, auch solche, die sich geschlechtlich nicht verorten (lassen) möchten. Gleichzeitig ist es für Sammelbegriffe unmöglich, die jeweils spezifischen Erfahrungen, Positionen und Selbstbezeichnungen zu differenzieren und zu bennenen. Diese Schwierigkeiten und Grenzen eines Sammelbegriffs werden zugunsten der Kommunizierbarkeit von vielen hingenommen, von machen jedoch auch problematisiert.

(text: diversity arts culture / wörterbuch + bpb.de Bundeszentrale für politische Bildung)

weiß

weißsein

"weiß" und "weißsein" bezeichnen ebenso wie "Schwarzsein" keine biologische Eigenschaft und keine reelle Hautfarbe, sondern eine politische und soziale Konstruktion. Mit Weißsein ist die dominante und privilegierte Position innerhalb des Machtverhältnisses Rassismus gemeint, die sonst zumeist unausgesprochen und unbenannt bleibt. Weißsein umfasst ein unbewusstes Selbst- und Identitätskonzept, das weiße Menschen in ihrer Selbstsicht und ihrem Verhalten prägt und sie an einen privilegierten Platz in der Gesellschaft verweist, was z.B. den Zugang zu Ressourcen betrifft.

(text: amnesty.de Glossar für diskriminierungssensible sprache)

claiming

spaces

Queer Feminist Glossary​

diversity arts

culture

Wörterbuch

BOOKS

feminist city

"As a woman, my everyday urban experiences are deeply gendered. My gender identity shapes how I move through the city, how I live my life day-to-day, and the choices available to me. My gender is more than my body, but my body is the site of my lived experience, where my identity, history, and the spaces I've lived in meet and interact and write themselves on my flesh. This is the space that I write from. It's the space where my experiences lead me to ask , "Why doesn't my stroller fit on the streetcar?" "Why do I have to walk an extra half mile home because the shortcut is too dangerous?" "Who will pick up my kid from camp if I get arrested at the G20 protest?" These aren't just personal questions. They start to get to the heart of why and how cities keep women "in their place." (text: feminist city, city of men page 8)

Leslie Kern

book

Im Jahr 2030 werden weltweit 2,5 Milliarden Frauen in Städten leben und arbeiten. Traditionell war die Arbeit am Lebenskonzept Polis in ihrer Beauftragung, Planung und Ausführung jedoch männlich dominiert. Frauen Bauen Stadt porträtiert 18 Städtebauerinnen aus aller Welt und wirft einen anderen Blick auf die künftige Stadt: Internationale Autorinnen aus den Bereichen Architektur, Stadtplanung, Kunst, Architekturtheorie und -vermittlung gehen der Frage nach, wie sich die Stadtplanung in Theorie und Praxis aus weiblicher Perspektive darstellt. Und sie diskutieren, inwiefern die Zukunft auf die Wünsche und Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten sein wird und welche Rolle Gestalterinnen, Architektinnen und Stadtplanerinnen spielen werden.​ (text: degruyter.com)

frauen bauen stadt: the city through a

female lens

Wojciech Czaja

Katja Schechtner

frauen in der architektur

Why do women architects still not receive the recognition their work deserves? Frauen in der Architektur is a manifesto for the great achievements of women in architecture. The voices of thirty-six internationally active women architects are heard through their own projects. This diverse panorama is supplemented by essays on pioneering female architects, and analyses that get to the bottom of the structural discrimination against women architects. (text: hugendubel.de)

Ernst Seidl

Sylvia Fröhlich

feminist

futures of

spatial

practices

Architecture and the arts have long been on the forefront of socio-spatial struggles, in which equality, access, representation and expression are at stake in our cities, communities and everyday lives. Feminist spatial practices contribute substantially to new forms of activism, expanding dialogues, engaging materialisms, transforming pedagogies, and projecting alternatives. Feminist Futures of Spatial Practice traces practical tools and theoretical dimensions, as well as temporalities, emergence, histories, events, durations – and futures – of feminist practices. Authors include international practitioners, researchers, and educators, from architecture, the arts, art history, curating, cultural heritage studies, environmental sciences, futures studies, film, visual communication, design and design theory, queer, intersectional and gender studies, political sciences, sociology, and urban planning. Established as well as emerging voices write critically from within their institutions, professions, and their activist, political and personal practices. Feminist Futures of Spatial Practice deepens and broadens how we can understand and engage with different genders, bodies and peoples, diverse voices and forms of expression, alternative norms and ways of living together (text: researchgate.net/publication/311858138_Feminist_Futures_of_Spatial_Practice)

Meike Schalk

Thérèse Kristiansson

Ramia Mazé

frauen in der architektur

Vorstudie zur Entwicklung eines drittmittelfinanzierten Forschungsprojektes über fachkulturell relevantegeschlechtergerechte Veränderungen in der Architektur. 

design
struggles: intersecting histories, pedagogies,
and
perspectives

...

Die Publikation bietet eine kritische Bewertung der Komplizenschaft des Designs bei der Schaffung, Aufrechterhaltung und Verstärkung sozialer, politischer und ökologischer Probleme, sowohl heute als auch in der Vergangenheit. Um diese disziplinarische Selbstkritik zu befördern, wird Design durch die Schnittstellen von Geschlecht, Kultur, Ethnizität und Klasse beleuchtet. In mehr als 20 Beiträgen entsteht eine dringende und weitreichende Reihe von Stimmen und Ansichten, derjenigen, die nach neuen Ansätzen für die Designgeschichte und Designausbildung suchen.(text: https://www.zhdk.ch/meldung/neuerscheinung-design-struggles-intersecting-histories-pedagogies-and-perspectives-4240)

Claudia Mareis

Nina Paim

ARTICLES

4see
 

Post-Gender-Welt

 

Die Welt um uns herum – all unsere Räume, Geräte und neuen Technologien – werden von jemandem und für jemanden designt. Wenn wir eine bessere Zukunft schaffen wollen, ist es entscheidend, diesen Prozess zu erkennen, zu verstehen und alles daran zu setzen, Design für mehr und bessere Repräsentation zu nutzen. Design für mehr Sichtbarkeit heißt, traditionelle Pfade zu verlassen und hart daran zu arbeiten, den weißen, männlichen Standard aus unserer gebauten Umgebung zu entfernen. Das ist der einzige Weg, eine Zukunft zu entwerfen, die uns tatsächlich darin bestärkt, auf eine Post-Racial-, Post-Gender- und menschenfreundliche Weise zu leben. (text: dan reid, opinion)

article

lama

magazin
 

Corona smashes the patriarchy?

 

Die Corona Krise als Chance für mehr Gleichberechtigung in der Architektur. (text: chcc kollektiv, nina krass)

enorm

magazin
 

Wie wir städte frauenfreundlicher gestalten

the guardian

Utopian thinking: how to build a truly feminist society

sz magazin

Wie Frauen klein gehalten werden

MAGAZINES

magazines

arch+
zeitgenössische feministische raumpraxis

...

field:
becoming a feminist

architect

 "There is an urgent need for “rethinking the social in architecture” in late modernistic housing areas. In relationship to that I’m interested in posing the question of how feministic city planning could develop a method not only involving the citizens in social pre-studies, but bringing the process further into the design- and conventional planning phase?"
(text: field:becoming a feminist architect page 1)

on curating
institution feminism

"Instituting Feminism" reflects on the efforts of curators, artists, and community organisers to move beyond identifying inequities in the cultural industries to devising tools that can foster structural change. Exploring how curators have developed projects informed by feminist politics and aesthetics, contributors also look beyond representational formats to highlight the infrastructures and co-dependencies upon which cultural production relies. Envisaging feminist instituting as an active, relational practice, articles discuss curatorial, artistic, and organisational initiatives that seek to forge alliances with struggles for ecological and social transformation. (text: on curating, issue 52)

das argument
132
frauen und
theorie 1982

Feminismus und Marxismus scheinen ebenso natürliche Verbündete wie Feinde in fast allen Fragen, die für aktuelle als auch mehr traditionelle fortschrittliche politische Auseinandersetzungen in den Vereinigten Staaten wichtig gewesen sind […] beide sind historisch aus gesellschaftlichen Unterdrückungsverhältnissen hervorgegangen, haben allerdings keinen erfolgreichen Zusammenschluß erreicht und können dies auch nicht angesichts ungelösten Auseinandersetzungen, die für beide Bewegungen den Kern ihrer Analyse und Praxis bilden. (text: donna j. haraway page 200)

architectural histories
architectural historiography and fourth

wave feminism

Over the course of the last decade, women from all over the world and from different social and cultural backgrounds continued to strive for equal rights in the face of discrimination, sexism, and misogyny. Utilizing new tools and strategies for communication, this ‘fourth wave’ of feminist thinking and activism is characterized by its commitment to a ‘diversity of purpose’ that recognises intersectionality as a key issue of our time and questions established sex/gender systems and gender as a binary category. This Special Collection explores the impact of current feminist discourse on architectural historiography. It offers critical debate on the legacy of second and third wave feminism, and asks for the ongoing relevance of the concerns and methodologies. It also highlights the potential of new strategies for documenting and researching the work of women architects, investigating the possibilities of digital tools and networked knowledge. Moreover, the collection considers histories of feminist architectural writing in relation to non-canonical geographies and takes a broader view to include LGBTIQ+ perspectives on the built environment. It offers diverse explorations of these key issues and presents necessary reflections to widen feminist enquiries in architectural discourse.

(text: architectural histories, 8(1), page 26)

suburban
eine utopie

von gestern:

haydens nicht-sexistische

stadt 

Kommentar zu Dolores Haydens „Wie könnte eine nicht-sexistische Stadt aussehen” (1981) 
Warum soll man diesen 37 Jahre alten Text heute noch einmal lesen? Meine Antwort: Er erinnert daran, dass die Reproduktionsarbeit (Hausarbeit, Beziehungsarbeit, Kindererziehung, Elternpflege) Frauen an der gleichberechtigten Teilhabe an der Erwerbstätigkeit damals wie heute hinderte und hindert. Er wirft die Frage auf, welche Lösungen dafür in Deutschland gesucht wurden und welchen Erfolg sie hatten.

(text: marianne rodenstein, page 93)

future.lab magazin
claiming

spaces
 

 „Feministische Herangehensweisen müssen zu einer Selbstverständlichkeit werden. Welche Formen der Intervention braucht es im akademischen und praxisbezogenen Architektur- und Planungskontext?“
Im November 2019 fand die vom gleichnamigen Kollektiv organisierte internationale Konferenz Claiming*Spaces an der TU Wien statt. Ziel war die gemeinsame Entwicklung intersektional_feministischer Positionen und Werkzeuge für eine andere Art des Architekturschaffens und der Raumplanung. Für die dreizehnte Ausgabe des future.lab Magazins haben wir das Claiming*Spaces Kollektiv eingeladen, die Gastredaktion zu übernehmen. Das Heft widmet sich den Themen und Ergebnissen der Konferenz. Außerdem berichten wir über aktuelle Aktivitäten des future.lab und der Fakultät für Architektur und Raumplanung. (text: future.lab Magazin, ausgäbe 13)

WEBSITES
COLLECTIVES

women writing architecture​

At the heart of Women Writing Architecture is this ever-growing annotated bibliography, an open-access list of texts written by women about architecture. Created collaboratively through conversations, invitations and spontaneous suggestions, it is offered as a resource for gathering lists of texts, for encouragement, for finding new writers, and for insight into what is happening in the vivid realm where women speak up for themselves.

(text: womenwritingarchitecture.org)

websites

fem_arc

Against the backdrop of a growing debate about gender we as emerging architects see ourselves obliged to contribute. Architecture is still male-dominated. Gender inequality - especially in higher positions - not just in architecture schools but in events, exhibitions, awards, is remarkable. We are fem_arc collective, a group of six women that have set out on collaboratively forming a practice, positioning ourselves in the broader field of architecture, or, more precisely, setting up a critical spatial practice. Our first enterprise was the F_TALKS lecture and conversation series in summer 2018. (text: fem-arc.net)

die

architektinnen

Mit der internationalen Konferenz CLAIMING*SPACES Feminist Perspectives in Architecture and Spatial Planning an der Technischen Universität Wien, Fakultät für Architektur und Raumplanung im November 2019 initiierte das gleichnamige Kollektiv aus Lehrenden und Studierenden die Thematisierung der strukturellen Misstände in der Architektur und Raumplanung.

Anknüpfend und erweiternd erfolgt mit dieser website eine umfassende Bewusstmachung zur Situation von weiblichen Planerinnen in der Geschichte, im Studium, im Berufsverlauf sowie als Selbständige. Ergänzt wird diese durch feministische Theorien und Praktiken sowie Vorhaben zur Stärkung der Sichtbarmachung weiblicher Planerinnen. 

(text: diearchitektinnen.claimingspaces.org/home/about/)

futuress

Feminism. Design. Politics. Where these three intersect, you will find Futuress. As a queer intersectional feminist platform, Futuress strives to be a home for the people, histories, and perspectives that have been—and still often remain—underrepresented, oppressed, and ignored. (text: futuress.org/about/)

claiming*

spaces

The CLAIMING*SPACES Collective is a bottom-up group of students, graduates, teachers and researchers at TU Wien which seeks to foster intersectional_feminist perspectives in architecture and spatial planning. It was founded in 2019 on the initiative of Inge Manka to curate and organise the first CLAIMING*SPACES Conference in November 2019.

How can mechanisms of exclusion be uncovered and deconstructed? How can feminist architecture/ planning/ research be brought into the main discourse as a productive implicitness? How can discriminating forms of knowledge production and historiography be questioned, newly phrased and done differently? How can feminist vocational practices induce much needed changes in planning and building? (text: claimingspaces.org/manifest/)

safe space collective

Safe Space is an investigation on the meaning of diversity and representation, as well as the potentials of inclusive architectural education and practice in Norway. It is an attempt to create a conversation platform around diverse voices and initiatives to question systemic inequalities and the hegemony of the majority in the profession. This is a call to action, to deconstruct and rethink, to create change and move toward a more equitable architecture. (text: www.safespacecollective.com)

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